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Angst vor der Geburt und 6 Tipps was du dagegen tun kann

Ich arbeite gerade etwas aus zum Thema Angst im Business. Und da fällt mir natürlich auf: Es ists so oft Thema, in der Schwangerschaft, bei der Geburt oder eben auch im Wochenbett und natürlich, wenn dann dein Baby endlich endlich da ist. Warum haben wir da Angst? Weil es auch neu und ungewohnt ist. Wichtig ist auch, dass man die Angst von anderen nicht annimmt. Ich hab auch das Gefühl, dass die Angst von aussen nochmal geschürt wird. Da gibts eine Serie auf Netflix, da ist die Frau nach der Geburt Blut überströmt. Dann gibts Tante Erna, die sagt: „Mein Fruchtwasser war grün“. Dann gibts die Influencerin, die sagt „Oh ja es tat so weh, Dammschnitt sowieso und vorher gerissen.“ Und du sitzt da, hörst das und es fängt an zu rattern. Gedanken kreisen. Ängst kommen hoch: "Ob es bei mir auch so wird?"


Themen im Beitrag:

  1. Abgrenzung vor Horrorgeschichten, die unweigerlich ängstigen

  2. Geburtsplan und der Unterschied zwischen Respekt und Angst

  3. folgende Sorgen und Ängste in der Schwangerschaft

  4. praktische Tipps gegen diese Ängste vorzugehen

  5. Empfehlungen: Bücher


Mein Liebe das klingt jetzt vielleicht hart, aber: NOT YOUR BUSINESS. Du hast nicht den Körper von Tante Erna, du hast nicht das Mindset von der Influencerin, dein Kind ist anders als das Kind von xy. Jeder ist anders, jeder Körper ist individuell. Also zieh dir den Schuh nicht an. Sagt einfach „Ich möchte es nicht wissen. Ich möchte bei mir bleiben und möchte mich positiv auf meine Geburt vorbereiten.“ Das ist wirklich das A und O. Sich nicht olle Kammeln anzuhören von irgendwelchen Influencern oder alles aufzusaugen wie ein Schwamm. Bitte nicht, dass ist echt nicht gut für deine Seele. Also ich kann das nur sagen, immer den Riegel vorschieben. Wem bringt dieses Gespräch z.B. mit Tante Erna etwas? Wir sind sowieso von klein auf getiggert, Geburt = Schmerz = Angst. Lass' uns den Kreis durchbrechen!


Dass Thema (Angst + Abgrenzung) ist immer und immer wieder in meinem Business als Doula und Krankenschwester im Bereich Risikoschwangere und Wöchnerinnen präsent. Ich möchte da wirklich ein bisschen wach rütteln. By the Way - wenn Tante Erna was aufzuarbeiten hat, dann go for it. Aber sie soll nicht, ihre negativen Erlebnisse zum Thema Geburt, Schwangerschaft und Wochenbett bei dir abladen.


Und ich wollte noch sagen, ich hatte letzte Woche einen Call mit Johanna zum Geburtsplan schreiben. Und als eine der ersten Fragen, die ich immer stelle ist: "Hast du Angst oder Respekt vor der Geburt?" Und ich war so stolz auf sie, weil sie gesagt hat: "Ich hab Respekt." und ich dachte so „SUPER!“ Das ist schon mal eine mega Grundvorraussetzung.



„Ich habe Respekt.“, ist es etwas anders als wenn ich sage: „Ich habe Angst“.


Was ist aber der Unterschied zwischen Respekt und Angst? Fragen wir Wikipedia.

Respekt - von lateinisch respectio ‚Rückschau, Einschätzung, Betrachtung', im Sinne von „Beurteilung“

Angst - ist ein Grundgefühl, das sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert.


Also versuche doch das nächste Mal, wenn dich jemand fragt "Hast du Angst vor der Geburt?", zu sagen "Nein, ich habe Respekt." Positive Mindsetarbeit ist wichtig, aber kommen wir zur Realität im Geburtsvorbereitungskurs, bei dem man sich nicht so gut abgrenzen kann. Dort hört man folgende Sorgen und Ängste, welche die Geburt betreffen, am häufigsten:


1. Angst, den Schmerz nicht aushalten zu können

2. Angst, sich nicht entspannen zu können

3. Angst, gehetzt zu werden oder „eine zu langsame Geburt“ zu haben

4. Angst, dass das Baby nicht durch mein Becken passt

5. Angst, dass der Muttermund sich nicht öffnet

6. Angst davor, dass lauter Fremde mich halbnackt sehen

7. Es könnte mir peinlich sein, laut zu werden

8. Angst, vom Kind getrennt zu werden

9. Angst, dass meine Wünsche nicht respektiert werden

10. Angst, dass irgendwie eingegriffen wird, und ich weiß nicht warum

11. Angst, beim Pressen Stuhlgang zu haben


Alle Frauen machen sich Gedanken vor der Geburt. Ist doch klar! Die meisten Sorgen entstehen aus dem Gefühl heraus, keine Kontrolle zu haben und nicht zu wissen, was einen erwartet. Wir sind es ja mittlerweile gewohnt, generell Kontrolle über Dinge zu haben und dieses „Nicht wissen, was passieren wird” gleicht einem Kontrollverlust.

Eine gewisse Sorge und Unruhe ist ganz normal. Du liebst dein Baby und wünscht dir, dass alles glatt geht. Versuch es mit den folgenden Tipps, um ein gewisses Gefühl der Kontrolle zurückzuerlangen:


1. Schreibe einen Geburtsplan

Erstelle einen Plan für die Geburt alleine oder mit deiner Doula. So kannst du dir deiner Entscheidungen und Wünsche bewusst werden. Am besten schriftlich.


2. Sprich über Deine Gefühle

Sprich mit anderen schwangeren Frauen, deinem Partner, deiner Doula. Familienmitgliedern und Freunden. Am besten Menschen, die dir keine Horrorgeschichten erzählen, sondern dir ruhige zuhören.


3. Vertrau Deinem Körper

Ein guter Rat ist, einfach auf seinen Körper zu vertrauen. Gedanken wie, „Was ist, wenn ich die Geburt nicht schaffe” oder „Was ist, wenn mein Muttermund sich nicht öffnet” sind ganz normal. Aber dein Körper weiß, was er zu tun hat, hör auf ihn und alles wird gut gehen. Deine Hebamme und deine Doula werden versuchen, dir die Geburt so angenehm wie nur möglich zu gestalten und vergiss nicht: DU SIND VIEL STÄRKER ALS DU GLAUBST!


4. Machen Dir nicht zu viele Gedanken über Kleinigkeiten

Wen interessiert es schon, ob du ein wenig Stuhlgang hast, laut wirst oder weinst? Du wirst von Profis betreut, die deshalb nicht einmal mit der Wimper zucken werden, die erleben solches täglich. Konzentriere dich vielleicht auf die Dinge, die du kontrollieren kannst, wie z.B. deine Tasche die du mit in den Kreissaal nimmst.


5. Bleibe positiv

Wenn die Ängste dich zu überwältigen drohen, lehne dich kurz zurück, atme tief durch und versuchen, dich zu entspannen. Denke an die Zukunft mit deinem Kind. Denke an etwas Schönes (Mit wem wird dein Kleines später mal spielen, wo könnt ihr gemeinsam überall spazieren gehen, was möchtest du im Wochenbett leckeres essen) und natürlich darfst du dich auch ablenken. Und natürlich: Gefühle nicht herunter schlucken. DU SCHAFFST DAS!


6. Affirmationen

Setze dich mit deinen alten Glaubenssätzen und dazu mit den positiven und passenden Affirmationen auseinander. Finde Rituale die dir gut tun. (z.B. Yoga, Meditieren)


Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst , Mut ist Angst zu haben und es trotzdem zu tun. Okay zugegeben, wenn man ein Kind erwartet, ist man ja zwangsläufig mutig und begibt sich auf diese Reise. Trotzdem zolle dir Respekt dafür!


Buchempfehlung:

  1. HypnoBirthing. Der natürliche Weg zu einer sicheren, sanften und leichten Geburt ( Der Geburtshilfe-Bestseller) von Marie F Mongan (Vorab empfehle ich dir einen kostenlosen Podcast zum Thema HypnoBirthing anhören, dann weisst du, ob es was für dich ist.)



Das Thema Angst ist absolut vielschichtig, was ich geschrieben habe, beruht auf meinen Erlebnissen und Learnings vom Leben als Frühchen-Mama, Doula und Krankenschwester im Bereich Risikoschwangere und Wöchnerinnen.

Und nicht vergessen, du schaffst das! Ich glaube an dich







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